• Brahms: Requiem Schütz: Exequien

    Brahms: Requiem
    Schütz: Exequien

    Die beiden bedeutendsten
    deutschsprachigen Trostmusiken
    in einem Konzert

Martin Steidler © Foto: Audi AG

SO · 26. JUNI

20 Uhr
· St. Nikolaus und St. Ulrich


Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem
Heinrich Schütz: Musikalische Exequien

Solist:innen
Ensemble Lauschwerk
Klavier & Orgel: Christine Schornsheim
Klavier: Sofya Gandilyan
Violone: Mariona Mateu Carle
Dirigent: Martin Steidler

„… ich will euch trösten.“ Heinrich Schütz gab 1636 seinem Landesherrn Heinrich Posthumus Reuß mit den Exequien musikalisch das letzte Geleit. Das Ergebnis ist im Grunde ein vertonter Sarg. Zeitlos schön ist dieses Meisterwerk des Frühbarocks. Ohne Anlass, rätselhaft, ganz aus sich heraus entstand dann über 200 Jahre später Johannes Brahms‘ großes Requiem. Die beiden bedeutendsten deutschsprachigen Trostmusiken in einem Konzert – eindringlich, ergreifend und voller kraftvoller Hoffnung.

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – BR Franken

Projektpartner: Schütz22

Tickets: 15 € · 25 € · 35 €

Konzerteinführung mit Jan Brachmann: 18:30 Uhr, Einlass mit Konzertkarte. Weitere Infos hier


Zu den Künstler:innen

Das Vokalensemble LauschWerk besteht größtenteils aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Audi Jugendchorakademie, die sich für eine professionelle Sängerlaufbahn entschieden haben. Das mit 8-16 Sängerinnen und Sängern besetzte Ensemble erarbeitet unter der Leitung von Martin Steidler anspruchsvolle Vokalmusik von der Renaissance bis zur Moderne. Die Mitwirkenden werden zusätzlich von international renommierten Referenten stimmlich und künstlerisch gecoacht, zuletzt von Julian Prégardien.

Ziel der Akademie ist, auf das Singen in professionellen Ensembles vorzubereiten, die dazu nötigen stimmlichen und künstlerischen Fähigkeiten auszubauen und Impulse für die solistische Weiterentwicklung zu geben.


Christine Schornsheim
Mit einer fast unerschöpflichen Vielzahl an Klängen verschiedener historischer Tasteninstrumente, auf denen sie zu Hause ist, und endloser musikalischer Fantasie bezaubert Christine Schornsheim seit vielen Jahren ein begeistertes Publikum. Immer wieder ist sie Gast namhafter Konzertreihen und Festivals wie beispielsweise des Klavierfestivals Ruhr, der Schwetzinger Festspiele und natürlich der einschlägigen Festivals, die sich auf Alte Musik spezialisiert haben. Auch die großen Barockorchester laden sie regelmäßig als Solistin ein. Zu ihren wichtigsten kammermusikalischen Partnern zählen seit vielen Jahren Andreas Staier an zwei Cembali, zwei Hammerklavieren oder auch vierhändig am Hammerklavier, die Gambistin Hille Perl, die Cellistin Kristin von der Goltz oder der Traversflötist Michael Schmidt-Casdorff.

In der Saison 2012/13 war Christine Schornsheim als Solistin bei Konzerten der Akademie für Alte Musik Berlin, in einem großen Zyklus der Haydn-Sonaten bei den Schwetzinger Festspielen und mit zahlreichen weiteren Rezitalen zu hören. Mit ihrer musikalischen Partnerin, der Barockgeigerin Mayumi Hirasaki ist sie zum wiederholten Mal Gast der Thüringer Bachwochen gewesen. Den 300. Geburtstag Carl Philipp Emanuel Bachs 2014 feiert sie mit zahlreichen Programmen – in Solo-Rezitalen oder mit ihren musikalischen Partnern. So spielt sie mit Hille Perl C. P. E. Bachs Sonaten für Viola da gamba und Cembalo. In der Saison 2013/14 ist sie auch wieder als Solistin beim Freiburger Barockorchester eingeladen.

Es gibt zahlreiche, viel beachtete Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen mit Christine Schornsheim. Als großes diskographisches Projekt wurde 2011 unter größtem Lob der Fachpresse Bachs Wohltemperirtes Clavier, eingespielt auf einem der wenigen erhaltenen Cembali des Antwerpener Instrumentenbaumeisters Anton Ruckers aus dem Jahre 1624, veröffentlicht (Capriccio).

Im Februar 2005 erschien das als grandioser Meilenstein gefeierte, an fünf historischen Tasteninstrumenten eingespielte gesamte Solo-Clavierwerk Joseph Haydns bei Capriccio/WDR. Diese Einspielung wurde in Frankreich 2005 mit dem "Diapason d'Or“- Jahrespreis sowie in Deutschland mit dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik" und dem "Echo Klassik 2005" ausgezeichnet. Christine Schornsheim nahm darüber hinaus u. a. die Goldberg-Variationen, selten zu hörende Cembalowerke J. S. Bachs sowie einige Klavierkonzerte von W. A. Mozart auf. Mit dem Traversflötisten Christoph Huntgeburth spielte sie Werke von L. v. Beethoven für Flöte und Klavier erstmals ein. Bereits 1999 erhielt sie einen "Echo Klassik" für die Einspielung dreier Cembalokonzerte von C. P. E. Bach, W. Fr. Bach und J. Ch. Bach (Capriccio).

Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch die Aufnahme mit Werken Mozarts zu vier Händen, aufgenommen zusammen mit Andreas Staier an einem außergewöhnlichen Instrument von Andreas Stein, das Cembalo und Hammerklavier in sich vereint (harmonia mundi France). Im Sommer 2009 ist die Gesamtaufnahme der Haydnschen Clavierkonzerte auf historischen Instrumenten (Cembalo, Hammerklavier und Orgel) begleitet von der Neuen Düsseldorfer Hofmusik erschienen (wiederum WDR/Capriccio). Diese versteht sich als Fortsetzung der Gesamteinspielung des Solo-Clavierwerks. Ebenfalls im Sommer 2009 ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Gambistin Hille Perl erschienen: die sechs Orgeltriosonaten Bachs in der Bearbeitung für Viola da gamba und Cembalo. 2012 veröffentlichte Oehms ihre Aufnahme von Sonaten und Kammermusik von Leopold Mozart, 2013 erschienen Lieder der Mozart-Zeit (Tenor: Markus Schäfer, Crystal Classics). Die nächsten CD-Veröffentlichungen werden Werke von J.A.P. Schulz und von C.P.E. Bach sein.

Christine Schornsheim ist Professorin für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule München.


Sofya Gandilyan (b. 1984) is a harpsichordist, fortepianist, and PhD musicologist. Sofya has won scholarships and awards from the Austria Barock Academy, the Shostakovich Foundation, and the Deutscher Akademischer Austausch Dienst [DAAD]. In May 2012, Sofya was a finalist and received an Honorary Mention Prize in the “Prague Spring” harpsichord competition. In 2014, Ms. Gandilyan received the Outstanding Foreign Student Award of the German Academic Exchange Service (DAAD) for her excellent achievements at the University of Music and Performing Arts in Munich. In August 2015, Ms. Gandilyan won 2nd place in the oldest Early Music competition, the Musica Antiqua in Brugge.

Sofya graduated cum laude from the Moscow State P. I. Tchaikovsky Conservatory in musicology. In 2012 Sofya received a doctoral degree in musicology from the Moscow Conservatory with her dissertation on J.J. Froberger and his keyboard music. Ms. Gandilyan obtained a Bachelor’s degree in harpsichord and Master’s degree in fortepiano from the early music department of the University of Music and Performing Arts in Munich, where she took classes from the world renown harpsichordist Chr. Schornsheim. Ms. Gandilyan obtained her Master’s degree from the Trossingen University of Music in harpsichord under the instruction of professor M. Spaans. Sofya is currently teaching fortepiano and harpsichord as an assistant of Prof. Chr. Schornsheim at the University of Music and Performing Arts in Munich.

Ms. Gandilyan has performed in concerts together with prominent baroque players and singers, such as A. Steck, L. Duftschmid, J. van Elsacker, and V. Spurny. Since 2014, Sofya has been a harpsichordist and organist at the show, “Flying Bach,” where she plays Preludes and Fugues from the “Well-Tempered Clavier” along with other pieces by J. S. Bach. She has performed a repertoire ranging from Frescobaldi to Martinu and Nyman in various European countries, as well as in Brazil, China and USA.


Martin Steidler hat sich intensiv und vielfältig mit der menschlichen Stimme und den unterschiedlichsten Facetten des Musizierens im Chor auseinandergesetzt. Nach dem Studium in Klavier und Chorleitung an den Hochschulen Wien und Regensburg war er von 1996 bis 2007 als Musiklehrer am Auersperg Gymnasium in Passau tätig und baute dort eine blühende Chorszene auf.

Neben der schulischen Arbeit mit jungen Stimmen engagierte sich Martin Steidler für die regionale Chorszene im ostbayerischen Raum – allem voran mit der Gründung und Leitung des Heinrich-Schütz-Ensembles Vornbach. Mehrfach wurde das musikalische Wirken des Ensembles mit Preisen und Auszeichnungen honoriert, unter anderem mit dem Kulturpreis Bayern der EON Bayern AG 2008, sowie dem Kulturförderpreis des Landkreises Passau und dem Preis der Stiftung Europäisches Konzerthaus, der 2005 an Chorleiter Martin Steidler ging. Auch bei internationalen Chorwettbewerben erreichte das Ensemble Spitzenwertungen, so zum Beispiel 2008 einen ersten Preis in Spittal an der Drau. Konzertreisen führten Martin Steidler in die meisten europäischen Länder, sowie nach Russland, Kuba und Argentinien.

Neben dem Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach gründete Martin Steidler 1995 den Dreiländerchor (D/Ö/CZ) und leitete von 2002 bis 2008 den Chor der Gesellschaft der Musikfreunde Passau. Von 2007 bis 2008 war er Chordirektor der Tiroler Festspiele Erl und baute dort unter Gustav Kuhns Leitung die Chorakademie der Tiroler Festspiele auf, einen professionellen Chor mit Sängern aus 15 Nationen. Zu seinen zahlreichen Engagements ist Martin Steidler gefragter Dozent bei internationalen Chor- und Chorleiterseminaren und Juror bei Wettbewerben.

2008 wurde Martin Steidler zum Professor für Chorleitung und Leiter des Madrigalchors der Hochschule für Musik und Theater München berufen.



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