• Meisterkurs Improvisation auf Tasteninstrumenten
    Meisterkurs

    Improvisation auf Tasten­instrumenten

    Improvisation – das ist ein mutiger Gang ins Offene. Gehen wir noch einen Schritt weiter, indem Gattungsgrenzen überwunden werden und eine klassische Kirchenorgel auf Synthesizer und Hammond-Orgel trifft.

Peter-Orgel St. Sebald © Foto: Thomas Radlwimmer

SO · 26. JUNI
bis
DI · 28. JUNI

St. Sebald


Internationaler Meisterkurs für Improvisation auf Tasteninstrumenten

mit Hansi Enzensperger und Martin Sturm

Nicht nur die große Orgel von St. Sebald in Nürnberg, sondern auch eine Vielzahl historischer und moderner Tasteninstrumente – von Clavichord über Kunstharmonium bis zu Hammond-Orgel und Synthesizer – bilden vom 26.-28. Juni das kreative Spielfeld für einen weltweit einmaligen Meisterkurs in einem atemberaubendem Kirchenraum von musikhistorischer Weltbedeutung.

Mit Hansi Enzensperger, Jazzpianist/-organist und Gründer der Band Organ Explosion sowie Martin Sturm, Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, gestalten zwei namhafte Dozenten diesen Kurs. Sie sind Repräsentanten einer neuen Musikergeneration voller Neugier für das Andere und Unbekannte. Technisch brillant und mit offenem Geist überprüfen sie die gängige Musizierpraxis und suchen dabei selbstbewusst das Risiko. Sie gehen künstlerisch in Grenzregionen, in denen Gattungen sich vermischen und sogenannte E- und U-Musik sich gegenseitig durchdringen können.

Von Anfang an war das Musikfest ION Ausgangspunkt neuer und gewagter Ideen. So will auch dieser Meisterkurs neue Impulse setzen und Raum für Experimente geben: Hierfür stehen den Kursteilnehmer:innen drei Tage lang zahlreiche Tasteninstrumente in St. Sebald Nürnberg zur freien Beschäftigung zur Verfügung. Die Teilnehmer:innen arbeiten hierbei mit den Dozenten Hansi Enzensperger und Martin Sturm in Gruppensessions wie auch im intensiven Einzelunterricht.

Im Fokus des Meisterkurses stehen

  • historische, moderne und innovative Improvisation auf der Orgel und diversen weiteren Tasteninstrumenten wie etwa der Hammond-Orgel
  • stilunabhängige und genreübergreifende Musikkonzepte
  • das tabulose klangliche Erforschen der Orgel und der verschiedenen Tasteninstrumente
  • der gemeinsame Austausch über zukünftige improvisatorische Wege

Die Ausschreibung richtet sich insbesondere an Musikstudierende aus den Bereichen Orgel, Kirchenmusik, Klavier, Historische Tasteninstrumente, Jazzpiano/-orgel etc. sowie Berufsmusiker:innen und fortgeschrittene Improvisator:innen aus dem weiten Feld der Tasteninstrumente. Eingeladen zur Teilnahme sind ausdrücklich auch Komponist:innen mit Interesse an der Erforschung neuer klanglicher Möglichkeiten an der Orgel und weiteren Tasteninstrumente.

Anmeldeschluss 31. Mai 2022


Über die Dozenten

Hansi Enzensperger

Hansi Enzensperger beginnt als Jugendlicher regelmäßig Sessions und Konzerte zu spielen. Dabei wird dem gelernten Automechaniker klar: sein Weg ist die Musik. Mit seiner ekstatischen, intuitiven Spielweise und den warm-schrillen Sounds, die er aus seiner Hammond-B3-Orgel und einem Arsenal an weiteren Vintage-Instrumenten kitzelt, begeistert er schnell die Münchner Blues-Szene. Dort voll angekommen, entscheidet er sich, einen weiteren Schritt zu gehen: Er studiert Jazz an der Münchner Musikhochschule. Unter der Leitung von Tizian Jost und Prof. Leonid Chizhik kommt er nun mit ganz anderen musikalischen Zutaten in Berührung: Von nun an prägen Jazzharmonien, komplexe Arrangements und freies Solospiel seinen Stil. Im Laufe des Studiums beginnt er zu komponieren und zu arrangieren. Dutzende Stücke entstehen an seiner Orgel und prägen von Anfang an den Sound seiner Band Organ Explosion. Trickreich, wild, schmutzig und immer mit einer gehörigen Portion „Style“, das ist die Handschrift Enzenspergers – „fresh“ und mit jeder Note unverkennbar.


Martin Sturm

Martin Sturm, geb. 1992 im bayerischen Velburg, seit 2019 Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar.

Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe: u. a. 1. Preis und Sonderpreis für die beste Leistung an historischen Orgeln des Interpretationswettbewerbes der Internationalen Orgelwoche Nürnberg 2018, 1. Preis des Internationalen Improvisationswettbewerbes Schwäbisch Gmünd 2017, 1. Preis des Improvisationswettbewerbes des International Organ Festivals St Albans 2013. 2018 „Kulturpreis Bayern" der Bayernwerk AG unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, 2017 Förderpreis der Keck-Köppe-Stiftung des Universitätsbundes Würzburg für „außergewöhnliche künstlerische Leistungen". Internationale Konzerttätigkeit als Interpret und Improvisator.

Von 2013-19 Lehrtätigkeiten an den Hochschulen in Würzburg und Leipzig sowie zahlreiche Kurse und Vorträge. Intensives Schaffen als Komponist, u. a. Kompositionsaufträge durch den Monteverdichor Würzburg und die John-Cage-Orgel-Stiftung Halberstadt. Mitherausgeber der Fachzeitschrift „organ - Journal für die Orgel" des Schott Verlages. Ebenso als Sachverständiger bei Orgelneubauten und -restaurierungen tätig.

Studium der Kirchenmusik (A-Examen) sowie Konzertfach Orgel an der HfM Würzburg bei Prof. Christoph Bossert. 2017-2019 Meisterklassenexamen an der HMT Leipzig bei Prof. Martin Schmeding und Prof. Thomas Lennartz als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Ablauf

SO · 26. JUNI

14:30-18 Uhr: Eröffnung und Kurs in St. Sebald

20 Uhr: Konzertbesuch Brahms: Requiem · Schütz: Exequien mit dem Ensemble LauschWerk, Christine Schornsheim (Hammerflügel) und Martin Steidler (Dirigent) in Nürnberg-Mögeldorf


MO · 27. JUNI

10-13 Uhr und 14-18 Uhr: Kurs in St. Sebald

ab 18:30 Uhr: Möglichkeit zum Einzelunterricht


DI · 28. JUNI

10-14 Uhr: Kurs in St. Sebald

20 Uhr: Konzertbesuch Neue Klänge für die Königin · Der Impro-Abend mit Martin Sturm und Hansi Enzensperger

Infos zur Bewerbung

Die Teilnahmegebühr beträgt 160 € und umfasst den Kurs, den Eintritt in das Konzert am So, 26. Juni in Nürnberg-Mögeldorf sowie das Konzert am Di, 28. Juni in St. Sebald.

Ihre Bewerbung senden Sie bitte bis zum 15. Mai 2022 via Mail mit künstlerischem Lebenslauf sowie einem kurzen Einblick in Ihr künstlerisches Schaffen als Link zu einer Aufnahme (Ton oder Video) an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.