• Formen von Stille
    Nightflight

    Formen von
    Stille

    Wie ein großes Klanggedicht. Poetisch und heilend.

SA · 2. JULI

23 Uhr
· St. Martha


Formen von Stille

Nightflight

Stimme, Platten-Glocken, Röhrenglocken, Glockenspiel, Steine: Hendrik Weber aka Pantha du Prince
Viola da gamba: Hartwig Groth
Violoncello, Kontrabass: Friedrich Paravicini
Harfe: Giovanna Pessi

Pantha du Prince war in den 2000er Jahren eine treibende Kraft der europäischen Techno-Kultur. Doch dann hat er seine Musik immer weiter verwandelt. Die Klänge wurden fragender, sensitiver und naturverbundener – wie er auch sein Leben selbst an den Rhythmen der Natur ausrichtete. Nun veröffentlichte Pantha du Prince erstmals ein Album unter seinem bürgerlichen Namen Hendrik Weber. Formen von Stille setzt ganz auf akustische Klangobjekte, einen Cellisten, eine Harfenistin und den ‚Grandseigneur‘ der Alten Musik in Nürnberg, Hartwig Groth!
Mit der reinen Stimmung seines Plate Bell-Sets von 429 Hz wird uns Weber „näher an die Zellkommunikation und alle natürlichen und kosmischen Beziehungen“ heranführen. Das ist zutiefst entspannend. Formen von Stille ist wie ein großes Klanggedicht. Poetisch und heilend.

Tickets: 25 €


Zu den Künstlern

Hendrik Weber
Hendrik Weber ist ein deutscher Techno-Musiker, Komponist und Konzeptkünstler. Er veröffentlichte als Pantha du Prince, aber auch unter Pseudonymen wie Panthel oder Glühen.
Webers Debüt als Pantha du Prince, Nowhere, erschien 2002 als 12"-Veröffentlichung. Ein paar Jahre später folgte das erste Studioalbum Diamond Daze (2004). Das Album wurde von den Kritikern positiv aufgenommen. Manche Kritiker erwähnten die Affinität Webers zum britischen Shoegaze der späten 80er mit Bands wie Slowdive, Moose, Ride oder My Bloody Valentine. Seine Vorliebe für Detroit Techno im Stil von Carl Craig oder Minimal Techno wie von Chain Reaction zeigte sich ebenfalls. Eine Zeit lang war er auch als Bassist der Hamburger Band Stella tätig.

Nach einer Remix-12"-Veröffentlichung (Butterfly Girl Versions, 2005) sowie neuem Material (Lichten/Walden, 2006) veröffentlichte Weber sein zweites Studioalbum als Pantha du Prince: This Bliss, 2007. Auch dies wurde von den Kritikern positiv aufgenommen. 2010 wechselte er von Dial zu Rough Trade Records, bevor er sein drittes Album veröffentlichte. Black Noise wurde durch Aufnahmen beeinflusst, die Weber in Wäldern und Landschaften in der Schweiz aufnahm.

Bei der Echoverleihung 2011 wurde er für Black Noise mit dem Kritikerpreis ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2014 ist er Stipendiat des Musicboards Berlin in der Künstlerresidenz Villa Aurora in Los Angeles.


Hartwig Groth
Hartwig Groth kam nicht als Umsteiger zur Alten Musik: sein erstes Instrument war eine Fidel. Nach Schulmusik- und Musiklehrerexamen in Hannover (mit HF Viola da gamba bei Heinrich Haferland) führten ihn weitere Viola da gamba-Studien nach Hamburg (Ingrid Stampa) und als DAAD-Stipendiat nach Den Haag (Wieland Kuiken), wo er sein Solistendiplom erwarb.

Es schloss sich eine intensive Konzerttätigkeit an, die ihn mit namhaften Ensembles (u. a. Sharoun-Ensemble der Berliner Philharmoniker, Akademie für Alte Musik Berlin, Musica Alta Ripa, Concerto Köln, Cantus Cölln, Musica Fiata) sowie als Kammermusikpartner (u. a. von Egbert Schimmelpfennig, Ingo Goritzki, Sergio Azzolini, Christoph Lehmann, Allessandro Piquet) auf vielfältige Reisen führte. Zahllose CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit als Solist und als Kammermusiker.

Nachdem Hartwig Groth bereits während seines Studiums Kinder und Jugendliche unterrichtete (Freie Waldorfschule in Hannover-Bothfeld), führte ihn sein Weg alsbald nach Nürnberg, dort ist er seit 1982 lehrend tätig, seit 1998 in München. Seine Schwerpunktthemen an beiden Musikhochschulen sind neben Viola da gamba die Fächer Ensembleleitung, Basso Continuo-Spiel und Kammermusik; er initiierte und leitet das Nürnberger Hochschulensemble „Studio für Alte Musik“, das regelmäßig Musik des 17. und 18. Jahrhunderts aufführt und mit dem 2013 eine CD mit Ersteinspielungen der Musik Johann Stadens entstand. Groths Studierende und Absolventen errangen Preise u.a. beim internationalen Bach-Abel-Wettbewerb/ Köthen und beim internationalen Telemann-Wettbewerb/ Magdeburg.



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