• Kristalle
    Nightflight

    Kristalle

    Große Werke von Schütz, Purcell und Bach

FR · 1. JULI

23 Uhr
· St. Martha


Kristalle

Nightflight

Miniaturen für Klavier von György Kurtág und Jazz-Improvisationen
Klavier zu vier Händen: Markus Becker, Johannes Nies

Große Werke von Schütz, Purcell und Bach – auf ihre Essenz reduziert: So wird Musik zu einem regelrecht sphärisch entrückten Erlebnis. Oder es ist, als würden wir in das Herz der Komponisten schauen. Der ungarisch-französische Komponist György Kurtág hat etliche berühmte Werke von Schütz, Purcell und Bach für Klavier zu vier Händen bearbeitet. Ach was! – Zu Kristallen geschliffen, die bei Markus Becker und Johannes Nies in der atemberaubenden Atmosphäre von St. Martha besonders funkeln werden.

Tickets: 25 €


Zu den Künstlern

Markus Becker 
Ein Pianist für alle Formate: Seine Gesamteinspielung der Klavierwerke Max Regers gilt als „eine der seltenen wahrhaft großen Leistungen deutscher Pianistik der letzten fünfzig Jahre“ (Fonoforum); 2002 wurde sie mit einem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Ein exzellentes internationales Presseecho fanden jüngst auch Markus Beckers Einspielungen ausgewählter Haydn-Sonaten. Darüber hinaus sorgt der Pianist mit dem „Freistil“ seiner meisterhaften Jazz-Improvisationen für Furore. Im Kraftfeld von Jazz, Avantgarde und Klassiker-Assoziationen lässt er eine Musik entstehen wie „Staubkörner in einem Lichtstrahl: einfach brillant“ (Fidelity).

Markus Becker hat die Klavierkontinente vermessen, nun nutzt er die Direktverbindungen zwischen ihnen: Auf dem Podium wie im Studio setzt er Maßstäbe mit Konzerten von Bach, Beethoven, Brahms oder Gershwin, aber auch mit Wiederentdeckungen von Pfitzner, Reger, Hindemith, Draeseke, Widor oder Franz Schmidt. Neben seinem Interesse an entlegenem Repertoire und Werken von orchestraler Klangfülle lebt Becker die Freude an poetischer Leichtigkeit und geistreicher Kombinatorik aus. Sein freies Spiel verbindet hohes Formbewusstsein mit spielerischer Eleganz.

Von früher Kindheit an hat Markus Becker am Klavier improvisiert. Sein musikalischer Horizont formte sich bei internationalen Tourneen mit dem Knabenchor Hannover, bei Kammermusik, dem Spielen in Jazzbands und bei Auftritten als Bühnenmusiker. Neben dem Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, dem legendären Professor an der Musikhochschule Hannover, erhielt Becker wichtige künstlerische Impulse in der langjährigen Zusammenarbeit mit Alfred Brendel. Nationale und internationale Auszeichnungen stellten sich ein, so gewann Becker 1987 den Ersten Preis beim Internationalen Brahms-Wettbewerb in Hamburg.

Regelmäßig gastiert Becker beim Klavierfestival Ruhr, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Beethovenfest Bonn oder den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Er musiziert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Rundfunksinfonieorchestern der deutschen Sendeanstalten sowie dem BBC Welsh Orchestra. Zu den Partnern am Dirigentenpult zählen Michael Sanderling, Antonello Manacorda, Marcus Bosch, Steven Sloane oder Claudio Abbado.

Intensive Kammermusiktätigkeit entfaltet er an der Seite von Künstlern wie Albrecht Mayer, Igor Levit und Alban Gerhardt. An der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover leitet Becker als Professor eine Klasse für Pianisten und Ensembles.

Zahlreiche Schallplattenpreise und Auszeichnungen, darunter drei Mal ein Echo Klassik sowie 2019 ein Opus Klassik für die Live-Aufnahme des Klavierkonzerts von Max Reger.


Johannes Nies
Johannes Nies gehört „ohne Zweifel zu den herausragenden Pianisten seiner Generation“, wie die Villa Musica unlängst über ihn schrieb. Erst im Alter von 10 Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Dank seiner herausragenden Begabung wurde er mit 15 Jahren Privatschüler des legendären Karl-Heinz Kämmerling. Bei ihm legte er 2007 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover sein Diplom ab und studierte anschließend bis zu seinem Konzertexamen in der Soloklasse von Prof. Markus Becker, ebenfalls an der HMTM Hannover. Zahlreiche Meisterkurse bei Sheila Arnold, Alfred Brendel, Vassilia Efstathiadou, Pavel Gililov, Karl-Heinz Kämmerling und Robert Levin runden seine Ausbildung ab.

Seit seinem Debüt im Jahr 1998 führten ihn Solo-Auftritte mit Orchester, Kammerkonzerte und solistische Rezitals ins In- und Ausland. So gastierte er bereits bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Weidener Max-Reger-Tagen, den Ettlinger Schlossfestspielen oder dem Internationalen Kammermusikfestival Plovdiv. Mit Orchestern wie der NDR Radiophilharmonie, den Warschauer Symphonikern, der Philharmonie Südwestfalen, der Jungen Philharmonie der Ukraine Lemberg, der Sinfonietta Mainz spielte er unter Dirigenten wie Eivind Gullberg Jensen, Russell N. Harris, Charles Olivieri-Munroe, Georg Mais, Michael Millard, Mateusz Moleda und Peter Scholl. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen entstanden für den SWR, WDR, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur.

Seit 2018 ist er der neue Pianist im aufstrebenden Flex Ensemble (www.flexensemble.com). Zu seinen weiteren Kammermusikpartnern gehören u.a. Markus Becker, Oliver Wille, Oliver Mascarenhas, Leonid Gorokhov, Till Renner, Solenne Paidassi, Christine Rauh, Oskar Jezior und Tim Posner. Ebenfalls arbeitet er regelmäßig mit Mitgliedern der NDR Radiophilharmonie und der Staatsoper Hannover zusammen.

Seit 2015 ist er Dozent für Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Bereits 1998 errang Johannes Nies den ersten Platz beim Wettbewerb des deutschen Tonkünstlerverbandes. Es folgten zahlreiche erste Preise bei „Jugend musiziert“, darunter 2002 der erste Preis auf Bundesebene mit Höchstpunktzahl. Die Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes im Jahr 2004 kamen als weitere Auszeichnungen hinzu. 2005 wurde er als Stipendiat der Stiftung „Villa Musica“ des Landes Rheinland-Pfalz erwählt und erhielt 2007 ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes. 2009 gewann er ein Stipendium des Deutschen Musikrats und wurde in die Bundesauswahl „Konzerte Junger Künstler” aufgenommen. Im Januar 2010 erspielte er sich in Berlin den Preis des renommierten Felix Mendelssohn Bartholdy Wettbewerbs, sowie den Kammermusikpreis der Freunde Junger Musiker. Darüber hinaus gewann er 2010 den ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „Prix d'AmadéO de Piano“ in Aachen. 2012 wurde er Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben, die ihm 2014 eine Konzertreise auf der MS Europa nach Mittelamerika ermöglichte.

Mit dem Flex Ensemble war er 2019 auf Konzertreise u.a. in Jingdezhen (China) und beim Internationalen Musikfestival Marvao (Portugal). 2020 wurde ihm und seinem Ensemble das „Reload”-Stipendium der Kulturstiftung des Bundes zuteil. 2021 erhielt er je ein Stipendium des Deutschen Musikrats und der GVL im Rahmen des Konjunkturprogramms „Neustart Kultur” der Bundesregierung. Dieses Jahr kam mit dem Flex Ensemble die Aufnahme in das Förderprogramm der Neustart Kultur-Initiative für freie Musikensembles dazu.



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