• Schubert: Messe Es-Dur · Mendelssohn: 95. Psalm

    Schubert: Messe Es-Dur · Mendelssohn: 95. Psalm

    Große romantische Werke für Chor und Orchester

Kammerchor Stuttgart © Foto: Jens Meisert

FR · 1. JULI

20 Uhr
· St. Lorenz


Schubert: Messe Es-Dur ·
Mendelssohn: 95. Psalm

Sopran: Johanna Winkel
Alt: Sigrun Bornträger
Tenor: Sebastian Kohlhepp, Jo Holzwarth
Bass: Felix Rathgeber
Kammerchor Stuttgart
Hofkapelle Stuttgart
Dirigent: Frieder Bernius

Franz Schubert: Messe Es-Dur
Felix Mendelssohn Bartholdy: Der 95. Psalm: Kommt lasst uns anbeten
Krzysztof Penderecki: Agnus Dei

Eines seiner schönsten Werke hat Franz Schubert nie gehört. In seinem letzten Lebensjahr 1828 geschrieben kam es erst ein Jahr später zur Uraufführung in Wien. Und beinahe wäre das Werk sogar vergessen worden. Doch Brahms machte es populär und heute gehört es zu den Meisterwerken der Musica sacra. Bereichert wird das Programm durch einen farbenreichen Psalm Mendelssohns und das eindringliche Agnus Dei von Krzysztof Penderecki, das vor 40 Jahren beim Musikfest ION uraufgeführt wurde. Mit Frieder Bernius und seinem Kammerchor Stuttgart freuen wir uns auf eine Sternstunde der Kirchenmusik.

Aufzeichnung durch den Bayerischen Rundfunk – BR Franken

Tickets: 15 € · 25 € · 38 € · 50 € · 60 €

Konzerteinführung mit Dr. Oliver Geisler: 18:30 Uhr, Einlass mit Konzertkarte. Weitere Infos hier


Zu den Solist:innen

Sopran: Johanna Winkel
Johanna Winkel gab ihr internationales Debüt als Solistin 2008 in Nantes mit Concerto Köln unter der Leitung von Peter Neumann und erarbeitete sich schnell einen hervorragenden Ruf im Oratorienfach. Jeffrey Tate, Andreas Spering, Philippe Herreweghe, Frieder Bernius, Václav Luks, Simon Halsey, die NDR Philharmonie, die Hamburger Symphoniker, das Freiburger Barockorchester, aber auch die Chöre von Rias, NDR, WDR und BR wurden aufmerksam und engagierten Johanna für ihre Konzerte.

Sie bewies sich zunächst in der historischen Aufführungspraxis barocker Musik und erweiterte ihr Repertoire stetig hin zur Romantik und Moderne.

Johanna ist seither weit gereist. Neben Konzerten in Luzern, Brüssel, Oslo, Paris und Moskau stehen Tourneen nach Kanada, Peru, Brasilien, Argentinien, Mexico, China und Israel.

In der vergangenen Saison sang sie u.a. Konzerte mit musicAeterna und Teodor Currentzis (Purcells „Indien Queen“), mit dem FBO und Gottfried von der Goltz (9. Beethoven), mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken, der Internationalen Bachakademie und Hans Christoph Rademann, dem Beethoven Orchester Bonn und Christoph Prick (Brittens „War Requiem“), dem Konzerthausorchester Berlin und Ivan Fischer, und der Akademie für Alte Musik Berlin.

Gleichzeitig ist Johanna regelmäßig auf der Opernbühne zu erleben. Nach Mimi, Donna Elvira und Micaela gestaltete sie Alcina (Markgräfliches Opernhaus Bayreuth), Rosalinde (Erfurt), Agathe und Beethovens Leonore in Hildesheim.

Im April 2017 gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Osterfestspielen als Gerhilde in Richard Wagners Walküre unter der Leitung von Christian Thielemann und gastierte im Herbst mit dieser Partie in Peking mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden, und im Januar diesen Jahres an der Semperoper Dresden mit der sächsischen Staatskapelle Dresden wieder unter Thielemann.

Johanna vermag heute die Vorzüge Alter Musik, Oper und Romantik in jeglichem Repertoire anzuwenden: sie singt körperhaft und expressiv, jedoch mit präziser Stimmführung und einem geschulten Ohr für Polyphonie. Unabhängig von der jeweiligen Epoche besticht außerdem, wie schnell und sicher Johanna selbst unbekannten und modern-komplexen Notentext verinnerlicht.

Johanna ist als Solistin auf etlichen Rundfunkmitschnitten und CD Aufnahmen zu hören. Zu ihren Einspielungen gehören u.a. Spohrs Oratorium „Die letzten Dinge“ mit der Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Frieder Bernius, Schönbergs „Moses und Aron“ (Konzerte im Teatro Real Madrid und der Philharmonie Berlin mit dem SWR Sinfonieorchester unter der Leitung von Sylvain Cambreling), Bachs Magnificat mit dem Arion Baroque Orchestra unter Alexander Weimann, Bachs Dialogkantaten unter Christoph Spering, Mendelssohns Psalm 42 und die Hymne „Hear my Prayer“ mit dem Chor des Bayrischen Rundfunks unter der Leitung von Howard Arman.

Zu Johannas preisgekrönten Einspielungen gehören die Gesamtaufnahme der Lutherkantaten von Johann Sebastian Bach unter der Leitung von Christoph Spering (Echo 2017) sowie die 2018 erschienene „Missa Solemnis“ von Bruckner mit dem Rias Kammerchor und der Akademie für alte Musik unter der Leitung von Łukasz Borowicz (Diapason d'or).


Tenor: Sebastian Kohlhepp
Der deutsche Tenor Sebastian Kohlhepp zählt zu den arriviertesten und vielseitigsten Sängern seiner Generation und ist auf internationalen Bühnen ein gefragter Gast. In der Saison 2022/23 führen ihn Engagements die Bayerische Staatsoper (‚Cosi fan tutte‘), die Wiener Staatsoper (‚Die Zauberflöte‘), zu den Osterfestspielen Salzburg (‚Tannhäuser‘) und an die Deutsche Oper Berlin (‚Matthäus-Passion‘). Ein besonderes Highlight wird sein Debüt an der Mailänder Scala, wo er Anfang 2023 als Narraboth in Strauss' ‚Salome‘ unter der Leitung von Zubin Mehta zu erleben ist.

Geboren in Limburg an der Lahn erhielt Sebastian Kohlhepp seine erste musikalische Ausbildung im dortigen Knabenchor. Dem Studium bei Hedwig Fassbender in Frankfurt/Main folgten Festengagements am Badischen Staatstheater Karlsruhe, an der Wiener Staatsoper und an der Oper Stuttgart. Seit der Saison 2017/18 ist er freischaffend tätig.

Zu den wichtigsten Stationen der vergangenen Jahre zählen u.a. sein Debüt am Opernhaus Zürich (Don Ottavio), Lehárs 'Giuditta' und 'Schön ist die Welt' an der Bayerischen Staatsoper, Tamino an der Semperoper Dresden, Castelluccis 'Requiem' am Palau de les Arts Valencia, Ferrando an der Dutch National Opera Amsterdam, sein Rollendebüt als David in 'Die Meistersinger von Nürnberg' bei den Osterfestspielen Salzburg, Belmonte bei der Mozartwoche Salzburg, Jason ('Medea‘) an der Oper Stuttgart und Tamino am Theater an der Wien.

Auch als Konzertsänger ist Sebastian Kohlhepp international gefragt. Er arbeitet regelmäßig mit renommierten Klangkörpern, wie der Staatskapelle Dresden, dem SWR-Symphonieorchester, Boston Symphony, Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Symphoniker Hamburg, Gürzenich Orchester Köln, dem MDR-Sinfonieorchester, Orchestre des Champs-Élysées, Collegium Vocale Gent, RIAS Kammerchor, NDR Chor, Akademie für Alte Musik Berlin, Collegium 1704, Gaechinger Cantorey und den Dirigenten Ivor Bolton, Sylvain Cambreling, Teodor Currentzis, Adam Fischer, Pablo Heras-Casado, Philippe Herreweghe, Manfred Honeck, Kent Nagano, Andris Nelsons, Helmuth Rilling, François-Xavier Roth, Christian Thielemann, Lorenzo Viotti und Franz Welser-Möst.

Einladungen führten ihn zu den Salzburger Festspielen, ins Concertgebouw Amsterdam, in die Hamburger Elbphilharmonie, die Philharmonien Paris, Berlin, Köln und Essen, ins Wiener Konzerthaus, die Tonhalle Zürich, Konzerthaus Dortmund, Laeiszhalle Hamburg, Brucknerhaus Linz, Maison de la Radio Paris, NOSPR Katowice, in die Boston Symphony Hall, Shanghai Concert Hall, Seoul Arts Center, Teatro Colon Buenos Aires, zum Rheingau- und Schleswig-Holstein Musik Festival sowie zum Menuhin Festival Gstaad.

Zahlreiche CD-, DVD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren Sebastian Kohlhepps vielseitiges Schaffen. Zuletzt erschien eine Neueinspielung von Bachs 'Messe in h-Moll'

(Ltg. René Jacobs) beim französischen Label Harmonia Mundi. In Kürze wird Kohlhepps Lied Debüt Album in Co-Produktion mit dem SWR Stuttgart veröffentlicht.


Bass: Felix Rathgeber
Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Felix Rathgeber im Windsbacher Knabenchor. Er studierte Gesang bei Prof. Martin Hummel an der Musikhochschule Würzburg und nahm an Meisterkursen u.a. bei Margreet Honig, Rudolf Piernay und Michael Volle teil.

Weitere entscheidende Impulse bekam er von Prof. Hans-Christoph Begemann. Er ist Preisträger des Armin-Knab-Liedwettbewerbs sowie Stipendiat der Richard-Wagner-Stipendienstiftung, Bayreuth. Langjähriges Schaffen als Ensemblesolist und Chorsänger führten ihn zum Kammerchor Stuttgart, dem Balthasar-Neumann-Chor, dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem MDR Rundfunkchor und dem Berliner Rundfunkchor. Heute ist er festes Mitglied im Rundfunkchor des WDR in Köln.

Zu seinem solistischen Repertoire gehören fast alle gängigen Werke der Kirchenmusik, die er mit Dirigenten wie Frieder Bernius, Ralf Otto, Michael Schneider, Karl-Friedrich Beringer und Jörg Straube und mit Orchestern wie „La stagione“ Frankfurt und dem Barockorchester Stuttgart, sowie den Heidelberger Philharmonikern, den Nürnberger Symphonikern, den Stuttgarter Philharmonikern und dem „Orchestra Ensemble Kanazawa“ sang.

So führten ihn Konzerte als Solist nach ganz Deutschland, Österreich, in die Schweiz, nach Italien und Spanien, mit Monteverdis Marienvesper nach Südafrika, sowie mit Bachs Weihnachtsoratorium nach Peking und Jekaterinenburg, Russland und mit zeitgenössischer Musik nach Kanazawa, Japan. Mit eigenen Liedprogrammen, in denen sich Lieder mit Texten ergänzen, verbindet ihn bereits seit der Schulzeit eine künstlerische Partnerschaft mit Prof. Christian Rohrbach und Clemens Nicol als Sprecher.

Im Bereich Oper konnte er sich bereits im Studium ein breites Repertoire vom Barock bis zur Moderne, von Telemann bis Strawinsky, erarbeiten. Opernengagements führten ihn ans Mainfrankentheater und zum Mozartfest Würzburg, an die Junge Oper Schloss Weikersheim, zu den Opernfestspielen Heidenheim und an das Theater Augsburg unter Dirigenten wie Marcus Bosch, Peter Kuhn und Axel Kober. Von 2012 bis 2014 war er Mitglied im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Seit der Spielzeit 2015/16 war Felix Rathgeber Mitglied im Ensemble des Landestheaters Coburg und dort mit Partien wie Rocco in Beethovens Fidelio, Titurel in Wagners Parsifal und als Mozarts Figaro zu hören. 2019 folgte dort der Fasolt in Wagners Rheingold. 2018 debütierte er am Staatstheater Saarbrücken in M. Obsts Oper Solaris, wohin er 2020 mit Verdis Don Carlos zurückkehrte.

Zu Chor, Orchester und Dirigent

Kammerchor Stuttgart
Der Kammerchor Stuttgart gilt als eines der besten Ensembles seiner Art. Vor 50 Jahren im Januar 1968 gegründet, hat Frieder Bernius den Chor zu einer von Publikum und Presse gefeierten Ausnahmeerscheinung geformt. Das Repertoire des Chores reicht vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. „Kein Superlativ ist verschwendet, um diesen Chor zu rühmen“, schrieb die ZEIT. Als konkurrenzlos gelten die sängerische Brillanz, die vollendete Intonationsreinheit und eine kaum zu übertreffende Plastizität der Textdeklamation.

Das Ensemble erhält Einladungen zu allen wichtigen europäischen Festivals und konzertiert in renommierten Konzerthäusern. Es war zum 1., 4., und 10. Weltsymposion für Chormusik nach Wien, Sydney und Seoul eingeladen. Seine weltweite Reputation dokumentieren seit 1988 regelmäßige Nordamerika- und Asientourneen sowie eine Südamerika-Tournee. Im August 2018 war der Kammerchor zu acht Konzerten nach China und Taiwan eingeladen.

Seit 1984 ist das Spitzenensemble zudem alle zwei Jahre in Israel zu Gast, so im Jahr 2015 aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland.

40 der insgesamt 100 eingespielten CD-Aufnahmen wurden mit Auszeichnungen prämiert, so erhielt der Kammerchor zuletzt 2017 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für die Mendelssohn-CD Lieder im Freien zu singen sowie für die CD-Einspielung des Requiems von György Ligeti.


Hofkapelle Stuttgart
Die Hofkapelle Stuttgart wurde 2006 von Frieder Bernius in Ergänzung zum Barockorchester Stuttgart gegründet und widmet sich auf historischen Instrumenten mit einer eigenen Stimmtonhöhe dem Repertoire der klassischen und frühromantischen Musikepoche. Die Musiker sind freiberuflich tätig und gehören in ihren jeweiligen Instrumentengruppen zu führenden Vertretern der historischen Aufführungspraxis. Der Aufgabenbereich des Orchesters ist von einer Vielfalt der Gattungen bestimmt, die sich in einem ausgewogenen Anteil aus Oper, Sinfonien und oratorischen Werken zeigt. Die Wiederaufführung von Opern des 18. Jahrhunderts (Rameau, Jommelli, Naumann) bildet ebenso einen Schwerpunkt im Repertoire wie die Ausgrabung musikhistorischer Schätze, besonders aus dem südwestdeutschen Raum. Nach der Wiederentdeckung von Werken der in Süddeutschland wirkenden Komponisten Cannabich, Kalliwoda, Knecht, Holzbauer und Zumsteeg widmete sich das Orchester Peter Joseph von Lindpaintners Oper Der Vampyr, Franz Schuberts Es-Dur Messe, Haydns Stabat Mater (seit 2018 auf CD veröffentlich) und jüngst der Missa solemnis von Ludwig van Beethoven, die 2019 auf CD erscheinen wird.

Als Spezialensemble der historisch informierten Aufführungspraxis wirkt die Hofkapelle beim vom Frieder Bernius gegründeten Festival Stuttgart Barock als ständiges Ensemble mit. Die Hofkapelle Stuttgart wird regelmäßig zu internationalen Festivals (Rom, Salzburg, Göttingen, Dresden) eingeladen; ihre CD-Produktionen sind vielfach preisgekrönt.


Musikalische Leitung: Frieder Bernius
Die Arbeit von Frieder Bernius findet weltweit große Anerkennung. Als Dirigent wie als Lehrer ist er international gefragt. Seine künstlerischen Partner sind vor allem der Kammerchor Stuttgart, das Barockorchester Stuttgart, die Hofkapelle Stuttgart und die Klassische Philharmonie Stuttgart. Den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere legte 1968 die Gründung des Kammerchors Stuttgart, den er bald zu einem der führenden Ensembles seiner Art machte.

Die Gründung des Barockorchesters Stuttgart und der Klassischen Philharmonie Stuttgart 1991 dokumentiert die stilistische Vielseitigkeit des Dirigenten Frieder Bernius: während sich das Barockorchester auf historischen Instrumenten der Musik des 18. Jahrhunderts widmet, spielt die Klassische Philharmonie auf modernem Instrumentarium Werke des 19. bis 21. Jahrhunderts. Die 2006 ins Leben gerufene Hofkapelle Stuttgart schließlich ist ein Spezialensemble für die Musik des frühen 19. Jahrhunderts. Ob Vokalwerke von Monteverdi, Bach, Händel, Mozart, Beethoven, Fauré und Ligeti, Schauspielmusiken von Mendelssohn oder Sinfonien von Haydn, Burgmüller und Schubert – stets zielt die Arbeit von Frieder Bernius auf einen am Originalklangideal orientierten, zugleich unverwechselbar persönlichen Ton. Wiederentdeckungen von Opern des 18. Jahrhunderts widmet er sich ebenso wie Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Ein besonderes Interesse gilt der südwestdeutschen Musikgeschichte.

Konzertreisen führten ihn zu allen wichtigen internationalen Festivals. Mehrere Male leitete er den Weltjugendchor, viermal gastierte er bei den Weltsymposien für Chormusik und arbeitet ständig mit den nationalen Jugendchören der Schweiz, Frankreichs und Italiens. Als Gastdirigent hat er u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem London Philharmonic Orchestra und dem Stuttgarter Kammerorchester zusammen gearbeitet. Seit 1999 ist er der Streicherakademie Bozen eng verbunden, von 2000 bis 2004 kooperierte er im Rahmen des ChorWerk Ruhr mit der Ruhrtriennale.

Seit 1998 ist Frieder Bernius Honorarprofessor der Musikhochschule Mannheim. 1987 rief Bernius die Internationalen Festtage Alter Musik Stuttgart ins Leben (seit 2004 unter dem Namen Festival Stuttgart Barock), die die Landeshauptstadt mit einem Schlag zu einem Zentrum der historisch informierten Aufführungspraxis und zu einem Ort vielbeachteter Wiederentdeckungen vergessener musikalischer Schätze machten. Frieder Bernius’ Arbeit ist vielfach auf Schallplatte und CD dokumentiert. Rund 90 Einspielungen hat er bislang vorgelegt, die mit 40 internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden. Zum Mendelssohn-Jahr 2009 konnte er die zwölfteilige Gesamteinspielung des geistlichen Vokalwerks Mendelssohns abschließen.

1993 wurde Frieder Bernius für seine Verdienste um das deutsche Musikleben das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen, 2001 der Robert-Edler-Preis für Chormusik. 2002 wurde er mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, 2004 erhielt er den Preis der Europäischen Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd und im Juni 2009 die Bach-Medaille der Stadt Leipzig.

Literaturtipp

Peter Härtlings Roman über Franz Schubert, kurz vorgestellt



Forum

Zu etlichen Konzerten bieten wir künftig spannende Vorträge, Workshops oder Kurse an. Was genau es im Forum gibt, veröffentlichen wir im März 2022. Melden Sie sich jetzt für den Newsletter an, um nichts zu verpassen.

Unsere Empfehlungen für Sie