Skip to main content
Thomas Quasthoff Quartett · Smile · Musikfest ION 2024 in Nürnberg
© Foto: Gregor Hohenberg

FR
· 2.
JULI

19:30–22:00 Uhr
Tafelhalle


Thomas Quasthoff Quartett · Smile

Thomas Quasthoff, Gesang
Simon Oslender, Klavier
Shawn Grocott, Posaune
Wolfgang Meyer, Gitarre

Vom gefeierten Klassik-Sänger zum Jazz: Thomas Quasthoff hat sich nach einer außergewöhnlichen internationalen Karriere immer wieder neue musikalische Räume erschlossen. Mit „Smile“ steht seine Leidenschaft für Jazz, Songs und spontane Geschichten im Mittelpunkt. An seiner Seite spielen der Pianist Simon Oslender, der Posaunist Shawn Grocott und der Gitarrist Wolfgang Meyer – drei Musiker, mit denen Quasthoff musikalische Souveränität, Humor und erzählerische Präsenz verbindet. Der Titel verweist auf Charlie Chaplin: Smile geht auf die Musik zurück, die Chaplin für seinen Film Modern Times schrieb.

In Kooperation mit der Tafelhalle Nürnberg

Tickets: 50-70€


Digitale Konzertmappe

Über die Künstler

Fünf Jahrzehnte lang hat Thomas Quasthoff als Sänger auf internationalen Bühnen Maßstäbe gesetzt und unzählige Menschen mit seiner Kunst erreicht und bewegt. Im Jänner 2012 beendete er seine beispiellose Karriere als klassischer Sänger. Dem Gesang und der Kunst bleibt er weiter eng verbunden: sei es als Lehrender, sei es als Rezitator und Sprecher bei Konzerten, sei es bei Lesungen und nun wieder vermehrt als Jazz-Sänger gemeinsam mit Wolfgang Haffner (Schlagzeug), Dieter Ilg (Kontrabass) und Simon Oslender (Keyboards) bzw. dem Duo Shawn and the Wolf.  

Im Laufe seiner Karriere trat er mit allen führenden Orchestern auf und war auf allen wichtigen Konzertpodien sowie bei großen Festivals als Lied- und Konzertsänger zu Hause. Eine enge Zusammenarbeit verband ihn mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Bernard Haitink, Mariss Jansons, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Helmuth Rilling, Christian Thielemann und Franz Welser-Möst. Außerdem war er „Artist in Residence“ im Wiener Musikverein, im Concertgebouw Amsterdam, in der Carnegie Hall, beim Lucerne Festival sowie in Baden-Baden, Hamburg, in der Londoner Wigmore Hall und im Barbican Centre.

Thomas Quasthoff hat mehr als einmal bewiesen, dass er sich gerne neuen Herausforderungen stellt. Seit einigen Jahren ist er mit seinen unterschiedlichen Jazz-Programmen auch an der Wiener Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, in der Kölner Philharmonie, im Festspielhaus Baden-Baden, im Münchner Prinzregententheater, in Dresden, Leverkusen, Heidelberg, oder dem Rheingau Musik Festival zu erleben.

2024 feierte Thomas Quasthoff sein 50-jähriges Bühnenjubiläum mit unterschiedlichen Jazz-Formationen im Konzerthaus Dortmund, in der Elbphilharmonie Hamburg, beim Jazz-Fest Bonn, in der Wigmore Hall, beim Rheingau Festival, Verbier Festival, beim Edinburgh Festival, im Wiener Konzerthaus, in der Alten Oper Frankfurt, der Kölner Philharmonie, dem Festspielhaus Baden-Baden, der Bremer Glocke und im Berliner Admiralspalast. Beim Wiener Prater-Picknick im Juni 2025 war Thomas Quasthoff erstmals mit einem Programm aus Frank-Sinatra-Songs in Begleitung der Wiener Symphoniker zu erleben. Im August desselben Jahres folgte ein weiterer Auftritt mit seinem Sinatra-Programm beim Rheingau Musik Festival, wo ihm im Rahmen des Konzerts auch der Rheingau-Preis verliehen wurde. 

Außerdem kann man Thomas Quasthoff seit einigen Jahren zur Weihnachtszeit im Berliner Jazzclub Atrane hören. Im Dezember 2025 trat er mit seinem Trio erstmals auch in Nürnberg mit einem Weihnachtsprogramm auf. Weitere Highlights sind Jazz-Konzerte beim Jazzfest in Hildesheim, den Barocktagen Stift Melk, den Jazztagen in Liechtenstein, sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. In Weimar ist er mit einem Schlager-Programm zu hören und zu Silvester 2026 tritt Thomas Quasthoff mit einem Sinatra-Programm gemeinsam mit dem RSO Wien auch im Wiener Konzerthaus auf.

Zum 150. Geburtstag von Arnold Schönberg übernahm er 2023 die Sprecher-Partie in dessen Gurre-Liedern mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Sir Simon Rattle und mit dem NDR Elbphilharmonieorchester unter der Leitung von Alan Gilbert. Ein Highlight der vergangenen Saison war die Mitwirkung beim ZDF-Adventskonzert in der Frauenkirche Dresen. Des Weiteren war er mit einem Programm mit dem Titel „Humanity in War“ gemeinsam mit dem Amatis Trio in Blaibach, Basel, der Elbphilharmonie Hamburg, in Utrecht, Kopenhagen, beim Dresdner Musikfestspiele oder im Stift Corvey zu erleben – ein Programm, das ihn im Herbst 2026 nach Lissabon, Barcelona, Leer und Arnhem führen wird.

Thomas Quasthoff erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, wie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Drei seiner Aufnahmen erhielten einen Grammy und sechs wurden mit dem Echo-Preis ausgezeichnet. Von 1996 bis 2004 hatte Thomas Quasthoff eine Professur an der Hochschule für Musik in Detmold inne. Seither lehrt er an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» in Berlin. 

Des Weiteren ist er regelmäßig in Meisterkursen zu erleben, wie u.a. beim Heidelberger Frühling, beim Verbier Festival und bei der Schubertiade in Schwarzenberg. Sein leidenschaftliches Engagement für den Sängernachwuchs motivierte ihn 2009 auch zur Gründung des internationalen Wettbewerbs "Das Lied", der zuerst in Berlin stattfand und sich zu einem der bedeutendsten Gesangswettbewerbe weltweit etablierte. Die letzte Ausgabe des Wettbewerbs wurde 2023 in Heidelberg ausgetragen.


Der 1998 in Aachen geborene Simon Oslender gilt heute als eine der zentralen jungen Stimmen der europäischen Musikwelt. Bereits während seiner Schulzeit begann der Pianist, Keyboarder, Organist und Komponist professionell zu musizieren. Mit seinem emotionalen und energiegeladenen Spiel machte er sich rasch einen Namen und entwickelte sich zu einem gefragten musikalischen Partner für Bandleader wie die Schlagzeuglegende Wolfgang Haffner, den Weltstar-Sänger Thomas Quasthoff oder die Saxofon-Ikone Bill Evans. Im Laufe der letzten Jahre, die von internationalen Tourneen und Studioaufnahmen geprägt waren, hatte Oslender die Gelegenheit, mit etlichen seiner musikalischen Idole zusammenzuarbeiten: Randy Brecker, Ivan Lins, Gregory Porter, Dr. Lonnie Smith, Nils Landgren, Elvis Costello, Nathan East sind nur einige Beispiele. Das Album „Center Stage“ – auf dem Oslender gemeinsam mit dem legendären Schlagzeuger Steve Gadd, dem Bassisten Eddie Gomez, dem Baritonsaxofonisten Ronnie Cuber und der WDR Big Band zu hören ist – erhielt im Jahr 2023 eine Grammy-Nominierung. Seit 2020 steht Simon erfolgreich als Bandleader auf der Bühne und präsentiert seine eigene Musik. Außerdem veröffentlicht er mehrere hochgelobten Soloalben. Besonders hervorzuheben ist dabei seine Veröffentlichung „All That Matters“, auf der er mit niemand Geringerem als Steve Gadd, Will Lee und dem Gitarristen Bruno Müller musiziert. Im Anschluss ging Oslender im Dezember 2024 mit dieser Besetzung auf eine ausverkaufte Europatournee, die Publikum, Presse und Musikliebhaber weltweit begeisterte. 2025 folgte das Live-Doppelalbum „On A Roll“, das auf Anhieb in die Top 10 der deutschen Jazz-Albumcharts einstieg. 2025 erhielt Oslender den renommierten WDR Jazzpreis, den er im Rahmen von mehreren Konzerten mit der WDR Big Band feierte.


Seit seiner Übersiedlung von Kanada nach Deutschland arbeitet Shawn Grocott mit zahlreichen Orchestern, Kammermusik- und Jazzensembles sowie Gruppen für zeitgenössische Musik zusammen und leitete eigene Projekte. Bis vor Kurzem unterrichtete er auch Big Bands und Combos an der Hochschule für Musik Detmold. Nach einem Urlaub mit seiner Familie in 2021/22, beschloss er sich ganz seinen eigenen künstlerischen Zielen zu widmen und beendete sein Lehrverhältnis, um sich verstärkt der Improvisation– seiner musikalischen Heimat zu widmen. Inspiriert von anderen Künstlern in seinem Umfeld folgt er nun seiner eigenen Intuition und bringt dabei sein Können im Jazz und in der Improvisation ein. Auf seinem musikalischen Weg freut er sich darauf, neue Freunde der Musik kennenzulernen.


Wolfgang Meyer begann seine musikalische Laufbahn als Bratschist in Sinfonieorchestern und ist heute als Gitarrist, Posaunist und Kirchenmusikdirigent vielseitig tätig. Als Jazzgitarrist tritt er im Duo Shawn & the Wolf sowie an der Seite von Thomas Quasthoff auf. Konzertreisen führten ihn zu renommierten Festivals wie dem Verbier Festival, dem Edinburgh Festival, den Jazztagen Dresden und dem Jazzfest Bonn sowie zu Jazzfestivals in Kanada, Brasilien und Albanien. Er gastierte u. a. in der Wigmore Hall London, im Porgy & Bess Wien und im A-Trane Berlin. Seine Erfahrung in unterschiedlichsten Ensembles prägt sein Spiel: Mit seinem Gitarrensound erzeugt er oft gleichzeitig Basslinien, perkussive Elemente und melodische Strukturen.



Unsere Empfehlungen für Sie

DI · 29. JUNI · 20:00–21:30 Uhr
SA · 26. JUNI · 19:30–21:45 Uhr
FR · 25. JUNI · 19:30–21:30 Uhr