Dorothee Oberlinger & Peter Kofler
Dorothee Oberlinger, Blockflöte
Peter Kofler, Orgel
Unter der Leitung von Nigel Short kehrt der britische Tenebrae Choir zum Musikfest ION zurück – mit Musik, die über Jahrhunderte hinweg nichts von ihrer geheimnisvollen Anziehungskraft verloren hat. Werke von Robert White, Alonso Lobo, Thomas Tallis und William Byrd treffen auf gregorianische Choräle. Zum Programm gehören Byrds Messe für vier Stimmen und Tallis’ Sancte Deus. Die mehrstimmigen Linien setzen einander in Bewegung: Eine Stimme nimmt den Gedanken der anderen auf, Melodien ziehen durch den Raum und verweben sich zu einem dichten, schimmernden Geflecht. Dazwischen öffnen die einstimmigen gregorianischen Gesänge einen stillen Raum – schlicht, klar und von großer Ruhe.
Tickets: 20-60€
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Die Blockflötistin, Ensembleleiterin, Dirigentin, Festivalintendantin und Universitätsprofessorin Dorothee Oberlinger gehört heute zu den international prägenden Persönlichkeiten im Bereich der Alten Musik.
Sie wurde mit nationalen und internationalen Musikpreisen wie dem Opus Klassik (2020, Instrumentalistin des Jahres), Echo Klassik, dem Diapason d´Or, dem ICMA Award und mit dem Telemannpreis der Stadt Magdeburg ausgezeichnet.
Als Solistin arbeitet sie seit 2002 mit dem von ihr gegründeten Ensemble 1700 sowie mit renommierten Barockensembles und Orchestern wie den Sonatori de la Gioiosa Marca, Musica Antiqua Köln, Arte del Mondo, B´Rock, der Akademie für Alte Musik Berlin, der Academy of Ancient Music, Al Ayre Espagnol, Il Suonar Parlante, Zefiro oder Concerto Köln.
Nach ihren Studienjahren in Köln, Amsterdam und Mailand (in den Fächern Blockflöte, Schulmusik und Germanistik) gab sie ihr internationales Debüt 1997 mit dem 1. Preis im internationalen Wettbewerb SRP/Moeck U.K. in London in der Wigmore Hall. Es folgten seitdem zahlreiche Einladungen in die meisten bedeutenden Festivals und Konzerthäuser wie das Grand Théatre Bordeaux, Teatro Colón Buenos Aires, Grand Théâtre de Genève, Laeszhalle Hamburg, KKL Luzern, Tonhalle Zürich, Auditorio Nacional Madrid, Théatre Champs-Elysees Paris oder DeSingel Antwerpen, etc. Neben ihrer intensiven Beschäftigung mit der Musik des Barock widmet sich Dorothee Oberlinger immer wieder auch der zeitgenössischen Musik und Avantgarde, so war sie u.a. an dem 2009 erschienene Album „Touch“ des Schweizer Pop-Duos Yello beteiligt. Seit 2004 lehrt sie als Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie von 2008 bis 2018 das Institut für Alte Musik leitete und zu einer international anerkannten Institution für Studien der historischen Aufführungspraxis entwickelte. Sie ist Festivalintendantin zweier bedeutender Alte-Musik-Festivals Deutschlands, der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci und der Barock-Festspiele Bad Arolsen.
Ihr internationales Debüt als Opern-Dirigentin gab sie bei den Göttinger Händel-Festspielen 2017 mit der Händel-Produktion Lucio Cornelio Silla, es folgten die Opern „Polifemo“ von Bononcini (2019), die Telemann-Oper „Pastorelle en musique“ (2021) und aktuell die Produktion „I portentosi effetti de la madre natura“ von Giuseppe Scarlatti (2022). 2022 fördert das Bundesprogramm NEUSTART KULTUR die szenische Produktion der Serenata „Il giardino d’amore“ von Alessandro Scarlatti unter der Leitung von Dorothee Oberlinger mit ihrem Ensemble 1700. Weitere geplante Barockopernprojekte werden im Zeitraum 2022 bis 2024 vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen NRW für einen Zeitraum von drei Jahren gefördert.
Dorothee Oberlinger ist Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt Simmern. 2021 wurde ihr vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland für ihre kulturellen Verdienste verliehen.
Peter Kofler, geboren 1979 in Bozen, begann seine musikalische Ausbildung am dortigen Konservatorium „Claudio Monteverdi“. Er setzte sein Studium in München fort, wo er Orgel und Kirchenmusik bei Harald Feller sowie Cembalo bei Christine Schornsheim studierte.
Kofler tritt regelmäßig unter renommierten Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Franz Welser-Möst, Bernhard Haitink, Riccardo Muti, Daniel Harding, Esa-Pekka Salonen, Giovanni Antonini und Thomas Hengelbrock auf. Er ist Gründungsmitglied und Cembalist des Barockorchesters „L’Accademia Giocosa“.
Regelmäßig gastiert Peter Kofler bei internationalen Musikfestivals und hat bereits mit Anne-Sophie Mutter, Lisa Batiashvili, Anna Prohaska, Michael Volle, Dmitry Sinkovsky oder Gabór Tarkövi zusammengearbeitet. Als Solist oder Kammermusikpartner musizierte er mit den Berliner Philharmonikern, den Blechbläsern der Berliner Philharmoniker, den Münchner Philharmonikern oder dem Chamber Orchestra auf Europe. Eine enge Zusammenarbeit verbindet den Künstler mit der Blockflötistin und Dirigentin Dorothee Oberlinger sowie mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Orgelsolist spielte er bereits an bedeutenden Orten wie Notre-Dame de Paris, dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern, dem Berliner Dom, der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie Hamburg, dem Wiener Stephansdom, der Frauenkirche Dresden und St. Michaelis in Hamburg.
Seit August 2008 ist Kofler als Organist an der Jesuitenkirche St. Michael in München tätig. Er erhielt den Förderpreis der Stiftung Bücher-Dieckmeyer zur Pflege der Kirchenmusik in Bayern. Zudem ist er Initiator und künstlerischer Leiter des internationalen Orgelfestivals „Münchner Orgelherbst“ in St. Michael und lehrt als Dozent für Orgel und Chorleitung an der Hochschule für Musik und Theater in München. Von 2003 bis 2014 war Kofler als Korrepetitor und Assistent von Hansjörg Albrecht beim Münchener Bach-Chor tätig und leitete von 2007 bis 2010 den Klassikchor München.
Seine künstlerische Arbeit wird durch CD- und Rundfunkproduktionen (ZDF, BR, RAI, Deutsche Grammophon, Sony Classical, Querstand, Raumklang, Tudor, OehmsClassics, Solo Musica, All of Bach) ergänzt. Die Orgel-CD „Transkriptionen“ erhielt viel Lob in der Presse und wurde für den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ nominiert. Im Februar 2024 hat Peter Kofler die Gesamteinspielung aller Orgelwerke von Bach mit insgesamt 16 CDs abgeschlossen. Der komplette Zyklus entstand an der 4-manualigen Rieger-Orgel der Münchner Jesuitenkirche St. Michael. Das erste Volume wurde von der britischen Musikzeitschrift „Gramophone“ mit dem „Editor’s Choice“ ausgezeichnet.
Peter Kofler ist als Jury-Mitglied u.a. beim internationalen Musikwettbewerb der ARD, beim Deutschen Musikwettbewerb, beim Kulturkreis Gasteig Musikpreis und beim Moeck/SRP Competition London tätig.








